Karneval im Rheinland, das gefährliche Leben der Krawatten am Fettdonnerstag

Während der närrischen Tage werden Krawatten gerne als Accessoire als Teil eines Karnevalskostüms getragen. Im Rheinland ist die Krawatte zudem der Protagonist einer wichtigen Tradition, in dessen Rahmen das Accessoire, während der Feierlichkeiten „geopfert“ wird: Finden Sie heraus, weshalb Krawatten während des Faschings im Rheinland quasi vom Aussterben bedroht sind…

Krawatte wird abgeschnitten, im Rahmen des WeiberdonnerstagsWenn Sie während der Karnevalszeit in Köln, Bonn oder in einer anderen Stadt in der Umgebung unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen, die Krawatte zu Hause zu lassen, auch wenn Sie beruflich Unterwegs sind!

Denn im Rheinland gibt es eine beliebte Tradition, die wirklich einzigartig ist: Mit dem Fettdonnerstag endet der Sitzungskarneval und es wird zum Straßenkarneval übergegangen, zudem gehört dieser erste Tag des Karnevals den Frauen. Deshalb wird der Donnerstag auch oft „Weiberdonnerstag” oder “Weiberfasching“ genannt. Die Frauen feiern in den Straßen und haben es dabei insbesondere auf gut gekleidete Männer abgesehen.

Frauen im Karnevalskostüm mit riesigen Scheren

Quelle: jetzt.sueddeutsche.de

Wenn sie ein “Opfer” gefunden haben, wird der Mann von den Frauen umringt, seine Krawatte wird abgeschnitten und als „Beute“ präsentiert. Nach der Begegnung mit der scharfen Schere, wird der arme Mann dann schließlich mit einem ” Bützje”, einem kleinen Kuss kompensiert. Danach ziehen die Damen weiter, stets auf der Suche nach dem nächsten Unglücklichen, der vergessen hat das Weiberfasching ist oder das Tragen der Krawatte schlicht nicht vermeiden konnte.

Verkleidete Frauen präsentieren ihre

Quelle: bellaonline.com

Die Damen sind oft nicht nur mit traditionellen Scheren bewaffnet, sondern tragen auch riesige Plastik-Repliken durch die Straßen, die sicher einen gewissen Eindruck machen! Ärzte, Banker, Manager … kein Mann bleibt von der Tradition verschont und während dieser tollen Tage sollte Mann nicht vergessen die Krawatte daheim zulassen oder wenigstens nicht das Lieblingsmodell zu wählen.

Der Ursprung dieser seltsamen Tradition ist nicht besonders alt. Sie wurde im neunzehnten Jahrhundert geboren, als die Wäscherinnen des Stadtteils Beuel in Bonn beschlossen, gegen das Verbot zu protestieren Karneval zu feiern. Dies war bis dahin nur den Männern vorbehalten. Nachdem harten Kampf um dieses Recht, sind die Bonner Frauen sehr stolz auf die Leistung und darauf, dass am Fettdonnerstag die rheinischen Städte ganz Ihnen gehören. Deshalb wird die Krawatte als Symbol der Männlichkeit, Jahr für Jahr gnadenlos „gekürzt“.

 

Hellrosé Seidenkrawatte mit weißen Rauten

Hellrosé Seidenkrawatte mit weißen Rauten

Gestreifte Krawatte pink und dunkelblau

Gestreifte Krawatte pink und dunkelblau

Rosa Seidenkrawatte mit schwarzen Punkten

Rosa Seidenkrawatte mit schwarzen Punkten