Von der Militäruniform zum trendigen Accessoire – die faszinierende Geschichte der Krawatte

Viele Männer tragen täglich eine Krawatte, doch nur wenige wissen wie dieses Accessoire eigentlich entstanden und wichtiger Bestandteil der klassischen Herrengarderobe geworden ist. Dabei verbirgt sich hinter der Krawatte eine durchaus interessante Entstehungsgeschichte. Hier erfahren Sie die Ursprünge des Accessoires.

Die Krawatte und Ihre Entstehung, eine faszinierende GeschichteLassen Sie uns mit ein wenig Etymologie beginnen: Das Wort “Krawatte” leitet sich von dem Wort „Hrvati“ oder “kroatisch” aus der kroatischen Sprache ab. In dem Balkan-Land, war es im siebzehnten Jahrhundert üblich sich ein Tuch um den Hals zu binden, welches absichtlich lange nach untenhängen gelassen wurde. Die genauen Gründe dafür sind jedoch unbekannt. Historiker vermuten, dass diese Vorfahren der Krawatte dazu bestimmt waren, nicht ganz saubere Hemden zu verdecken!

In den ersten Jahrzehnten der 1600er wurde dieses lange Halstuch nur von kroatischen Soldaten verwendet. Nachdem jedoch König Louis XIII von Frankreich die Kroaten zur Truppenparade am Schloss Versailles einlud, erregten die Tücher an den Höfen in Paris Aufmerksamkeit. Die Schneider Frankreichs waren inspiriert und verwandelten die Halstücher der kroatischen Soldaten in raffinierte Accessoires aus edlen Stoffen.

Um 1660 wurde dieses neue Mode schließlich auch allmählich in England bekannt, und verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten in den verschiedensten Formen. Von der “Steinkirk”-Krawatte bei der, in der Hektik vor der Schlacht, nur schnell die Enden des Stoffes zusammengefasst und durch das Knopfloch des Mantels gezogen wurden, bis zur “Stock“ die als Teil der Uniform, Soldaten vor den Schlägen des Feindes schützte, waren die Vorfahren der heutigen Krawatte weit verbreitet. Bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts veränderte sich der Stoffschmuck nur wenig. Während der industriellen Revolution jedoch wurde die heute weltweit getragene Variante der Krawatte erfunden.

Seit jeher sollte die Krawatte praktisch, einfach zu binden und aus einem leichten Material sein, und diese Eigenschaften stehen noch heute im Vordergrund. Doch Design wurde immer wichtiger.
Während des zwanzigsten Jahrhunderts erschienen deshalb immer mehr Variationen des Accessoires: zum Beispiel in den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts war in Großbritannien die Regimentskrawatte (Krawatte mit einer bestimmten Art Streifen) weit verbreitet. Sie war gebunden an die Mitgliedschaft in militärischen Organisationen, Vereinen oder der Universität. In den 50er Jahren erlebten dann kurze und breite Krawatten einen Boom. Heute sind bei modebewussten Männern dagegen besonders schmale Krawatten beliebt.

 

Gestreifte Krawatte marineblau&silber

Gestreifte Krawatte marineblau&silber

Gepunktete Krawatte orange mit blauen Punkten

Gepunktete Krawatte orange mit blauen Punkten

Blaue deluxe Krawatte mit Paisley-Muster

Blaue deluxe Krawatte mit Paisley-Muster